Frauen rücken Slowenien in den Focus

Drei Treffen gaben Tipps zur Gestaltung des Weltgebetstages im Rhein-Lahn-Kreis in Gemeinden

 BAD EMS/RHEIN-LAHN. (8. Februar 2019) Am ersten Freitag im März wird traditionell der Weltgebetstag gefeiert; ursprünglich von Frauen für Frauen konzipiert, sind mittlerweile auch Männer willkommen. Während dreier Vorbereitungstreffen im Rhein-Lahn-Kreis erhielten die Teilnehmenden aus den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden jetzt ganz praktische Tipps, wie sie ihre ökumenischen Feiern thematisch, musikalisch und dramaturgisch attraktiv gestalten können.

Slowenien steht in diesem Jahr im Focus des Weltgebetstages. Frauen aus dem kleinen europäischen Land zwischen den Alpen und der Adria, das nur zwei Millionen Einwohner zählt, haben die Gottesdienstordnung vorbereitet und gestaltet. Zahlreiche Materialien zur Gestaltung wurden den Anwesenden der drei Vorbereitungstreffen in Bad Ems, Hahnstätten und St. Goarshausen-Wellmich vorgestellt. dazu zählen auch die Liederhefte mit Melodien, die in Bad Ems etwa von Jutta Kemp am Klavier und Silke Funk an der Flöte einstudiert und begleitet wurden. Um Land und Leute und den Alltag der Frauen in Slowenien kennen zu lernen, wurden landestypische Kleider und Gegenstände von Schmuck bis zu Instrumenten vorgestellt und Bilder der slowenischen Städte und wunderschönen Regionen an die Wand des Bad Emser Gemeindesaals projiziert. Einblick in die Lebenswelt slowenischer Frauen gab außerdem ein Anspiel.

Bibelarbeiten machten darüber hinaus mit dem diesjährigen Motto vertraut: „Kommt, alles ist bereit!“. Das basiert auf dem biblischen Gleichnis vom Festmahl, zu dem ein Mann eingeladen hatte, die geladenen Gäste aber der Reihe nach absagten; so dass der Gastgeber von der Straße Arme und Kranke an den Tisch bat. Das Thema könne auch Anlass sein, das Essen, das in vielen Gemeinden meist im Anschluss angeboten wird, diesmal in die Gottesdienste einzubauen. Zudem gab es Rezeptvorschläge für typisch slowenische Leckereien sowie praktische Tipps zur Raumgestaltung in Gemeindehäusern und Kirchen.

Claire Metzmacher, Bildungsreferentin des evangelischen Dekanats Nassauer Land, wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass der 1. März diesmal aufs Fastnachtswochenende fällt. Wenn es örtlich zu Veranstaltungs- oder Raumkollisionen käme, spreche auch nichts gegen eine Verlegung des Gebetstages, etwa den Internationalen Frauentag eine Woche später. Auch dann bleibe die Feier Teil der internationalen Gebetskette, die Menschen aus mehr als 120 Ländern der Erde miteinander verbindet, in denen ökumenische Frauengruppen zum Mitmachen aufrufen.

Mit vielen inhaltlichen Impulsen und kreativen Ideen zur Gestaltung kehrten die Multiplikatoren in ihre Gemeinden zurück, um dort nunmehr die Feiern konkret vorzubereiten. Bernd-Christoph Matern

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