Herzlicher Empfang für Pfarrer Martin Stock

Einjährige Vakanz beendet: Festlicher Einführungsgottesdienst in der Braubacher Markuskirche

BRAUBACH/RHEIN-LAHN. (14. August 2019) Mit einem festlichen Gottesdienst hat Renate Weigel, die Dekanin des Dekanats Nassauer Land, Pfarrer MartinStock als neuen Gemeindepfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Braubach ins Amt eingeführt. Damit endet in der Rheingemeinde, zu der auch die Orte Filsen, Kamp-Bornhofen und Osterspai gehören, eine einjährige Vakanz. Der 56-jährige Theologe war fünf Jahre Auslandspfarrer in Österreich und betreute davor 21 Jahre die Kirchengemeinde Frücht.

Stock komme in eine ebenso erwartungs- wie anspruchsvolle Gemeinde, sagte vor der offiziellen Verpflichtung Dekanin Weigel in ihrer Ansprache, die sie unter den Wochenspruch gestellt hatte „Wandelt als Kinder des Lichts“. Dies zu tun, Glauben wirklich zu leben, sei ein fester Wille der Kirchengemeinde Braubach. Die Frage sei, wie dies gelingen könne. In einer Gemeinde gehe es nicht nur um die „rechte Verwaltung von Wort und Sakrament“, um ein Aufpassen, dass nur Richtiges und nichts Falsches geschehe. „Daraus kann viel Unfriede erwachsen“, so Weigel. Vielmehr erinnerte sie an einen Satz aus Psalm 90, der darum bittet, „das Werk unsrer Hände“ zu fördern. Gemeinde habe etwas zu tun in dieser Welt, anzupacken, mitzumischen – das Licht auch hinauszutragen. „Und der neue Pfarrer hat große Hände“, sagte Weigel, bevor sie Stock für dessen Dienst in Braubach segnete, assistiert von der stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstands Jutta Metz und Dekanatsjugendreferent Andreas Barth.

Stock selbst stellte in seiner Predigt über Wege zum Frieden heraus, dass Christen den Frieden Gottes durch die Auferstehung Jesu als Geschenk begreifen dürfen, anstatt mit dem moralischen Zeigefinger aufeinander zu zeigen. „Das ist für mich eine unheimliche Kraftquelle“, so Stock. Rechthaberei, Frust und Hass nutzten nicht mehr, als dass sie Menschen zerfressen. Gott habe die Verschiedenheit gewollt. „Wir ergänzen uns“, sagte Stock und bat die Gemeinde: „Lasst uns mit einer Grundoffenheit einander begegnen“.

Neben Sonja Weitkamp an der Orgel sorgte der evangelische Kirchenchor unter Leitung von Jochen Liefke für eine festliche musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Besonders erfreut über die voll besetzte Markuskirche zeigte sich Jutta Metz im Namen des Kirchenvorstands. Ihr wurde während des anschließenden Empfangs besonders für ihren Einsatz in der einjährigen Vakanz gedankt. „Sie haben immer das Ganze gesehen und gespürt. Das braucht es“, sagte Dekanin Weigel und schloss in den Dank auch Vakanzvertreter Pfarrer Detlef Wienecke aus Lahnstein ein sowie Pfarrerin Yvonne Fischer und Prädikant Rainer Zins, die Gottesdienste auch im Altenheim übernahmen.

Im Namen des Dekanats Nassauer Land wünschte Vorstandsmitglied Patrick Becker dem neuen Pfarrer einen guten Start in der ihm vertrauten Region und erinnerte an die Veränderungen seit Stocks Wegzug nach Österreich, als Braubach noch anderthalb Pfarrstellen hatte und zum Dekanat Nassau gehörte. Eine gute Zusammenarbeit erhofften sich im Namen der Verbandsgemeinde Loreley deren Erster Beigeordneter Helmut Bündgen sowie Braubachs Stadtbürgermeister Joachim Müller, der noch einmal das hervorragende Miteinander in der Interimszeit mit dem Kirchenvorstand zur Sanierung der Barbarakirche würdigte. Seine Freude über die Wiederbesetzung der Stelle äußerte auch Rolf-Dieter Friedrich vom Kuratorium der Stiftung „Gute Saat“ der Kirchengemeinde, bevor sich Stock für den herzlichen Empfang bedankte. Bernd-Christoph Matern

Zu den Fotos:

Nicht nur Dekanin Renate Weigel freute sich, dass mit Pfarrer Martin Stock die vakante Pfarrstelle in Braubach wieder besetzt wurde, nach dem sie ihn ins Amt eingeführt hatte. In der bestens besetzten Markuskirche und während eines Stehempfangs wurden der 56-jährige Theologe und seine Frau von vielen Menschen herzlich willkommen geheißen. Fotos: Bernd-Christoph Matern

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