
Weltgebetstag rückt Alltag der Frauen in Nigeria in Fokus
Ökumenische Vorbereitungstreffen geben Anregungen für Veranstaltungen in Gemeinden
RHEIN-LAHN. (23. Dezember 2025) „Kommt! Bringt eure Last.“ ist der diesjährige Weltgebetstag am ersten Freitag im März überschrieben. Frauen aus Nigeria haben in diesem Jahr die Liturgie dazu verfasst. Um sich mit dem Land zu beschäftigen und Gestaltungs-Ideen für die ökumenischen Feiern in den Kirchengemeinden zu finden, gibt es im Rhein-Lahn-Kreis drei ökumenische Vorbereitungstreffen, auf die das Dekanat Nassauer Land hinweist: am Samstag, 17. Januar von 10 bis 15 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Miehlen (Kirchgasse 16) sowie im Gemeindehaus an der evangelischen Christuskirche in Lahnstein (Allerheiligenbergstraße 2) und am Samstag, 24. Januar von 10 bis 15 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Altendiez (Feldstraße 2). Zur besseren Planung wird für die Veranstaltungen um eine Anmeldung gebeten.
In den Vorbereitungstreffen werden die Texte, Gebete und Lieder für den Weltgebetstag sowie der Bibelvers des Mottos vorgestellt. Sie stammen jedes Jahr von Frauen eines anderen Landes. 2026 kommt der Weltgebetstag aus Nigeria, dem mit etwa 230 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Land Afrikas. In Gebeten erfahren die Multiplikatorinnen Lasten der Menschen: Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Terror durch Boko Haram und immer öfter Übergriffe des Islamischen Staates in Westafrika. Die Auswirkungen des Klimawandels werden sichtbar und die Umweltzerstörung, vor allem im Nigerdelta. Außerdem wird der Blick auf die größte Volkswirtschaft Afrikas und die Metropole Lagos gerichtet, das führende Finanzzentrum in West- und Zentralafrika. Dort leben über 40 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. In dem jungen Land – 43 Prozent der Einwohner sind unter 15 Jahre alt und nur drei Prozent älter als 64 Jahre – ist dennoch die Sorge um einen „Braindrain“ allgegenwärtig, dem Abwandern von qualifizierten Arbeitskräften ins Ausland.
Allein in den USA leben heute 280.000 Menschen, die aus Nigeria stammen. Die Bevölkerung Nigerias ist etwa zur Hälfte christlich, zur Hälfte muslimisch. Zugleich spielen aber auch lokale Ahnenkulte in vielen Haushalten eine wichtige Rolle. Die Frauen Nigerias sind hoffnungsvoll. Sie erhalten Kraft im Miteinander und Füreinander, in der Musik und in ihrem Glauben.
Während der Treffen in Miehlen, Lahnstein und Altendiez gibt es jede Menge Informationen über das Land, den dort verbreiteten Glauben, die Kultur sowie den Alltag der dort lebenden Frauen. Außerdem gibt es Rezept-Ideen aus der nigerianischen Küche und Tipps zur kreativen Gestaltung des Tages in den eigenen Gemeinden.
Mehr Infos und Anmeldung für die Vorbereitungstreffen in Lahnstein (bis 12. Januar) bei Beate Schmittel unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 01573-6563738 unter diesem Link EKHN-Portal-Kalender ; für das Treffen in Miehlen (bis 10. Januar) bei Bärbel Goerke unter Telefon 06771-435 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, für das Treffen in Altendiez (bis 19. Januar) bei Sabine Güntner unter E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder diesem Link EKHN-Portal-Kalender .
Zu den Fotos:
Das Bild mit dem Titel “Rest for the Weary” (Erholung für die Müden) stammt von der jungen nigerianischen Künstlerin Gift Amarachi Ottah. Drei Frauen aus ländlichen Gegenden auf dem Weg zu ihren Farmen – ein gefährlicher Weg, da sie Übergriffe und Hindernisse aller Art befürchten müssen. Im Vordergrund drei Frauen in typischer traditioneller Kleidung, die die vielfältigen Kulturen Nigerias repräsentieren. Foto: World Day of Prayer International Committee
