
Der Kriegsopfer gedenken und für Frieden beten
Am 4. Jahrestag des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine an alle Kriege auf der Welt erinnern
RHEIN-LAHN. (24. Februar 2026) Ein schwarzer Tag für Europa war der 24. Februar 2022. Damals sind russische Truppen in die Ukraine einmarschiert. Jegliche seit Glasnost aufkeimende Hoffnung auf Frieden, Freiheit und Wohlstand in ganz Europa wurde damit vernichtet. Schon seit 2014 herrschte im Osten der Ukraine Gewalt, die mehr als 10.000 Tote forderte. Ungeachtet dieses Kriegs in Europa gibt es noch weitaus mehr kriegerischer Auseinandersetzungen auf der Welt. Sie geraten oft in Vergessenheit, obwohl sie Millionen von Menschen unsägliches Leid bescheren.
Der Jahrestag des Angriffs Russlands auf die Ukraine mag ein guter Anlass sein, an alle Menschen zu erinnern, die jeden Tag unter Kriegen und Gewalt auf der Erde leiden.
Übrigens: Jeden Montag besteht seit vier Jahren (!) in Bad Ems die Möglichkeit, mit anderen Menschen an einer ökumenischen Mahnwache für den Frieden an der katholischen St. Martinskirche teilzunehmen und damit ein Zeichen für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie zu setzen. Bei schlechtem Wetter wird die Mahnwache in die Kirche verlegt.
Wir bitten um Frieden in Europa und überall auf der Welt, wo Gewalt Leben und Liebe zerstört.
Im Evangelischen Gesangbuch sind unter der Nummer 430 diese Worte von Jürgen Henkys zu finden (nach einem niederländischen Text von Jan Nooter aus dem Jahr 1963):
Gib Frieden, Herr, gib Frieden
Gib Frieden, Herr, gib Frieden, die Welt nimmt schlimmen Lauf.
Recht wird durch Macht entschieden, wer lügt, liegt obenauf.
Das Unrecht geht im Schwange, wer stark ist, der gewinnt.
Wir rufen: Herr, wie lange?
Hilf uns, die friedlos sind.
Gib Frieden, Herr, wir bitten! Die Erde wartet sehr.
Es wird so viel gelitten, die Furcht wächst mehr und mehr.
Die Horizonte grollen, der Glaube spinnt sich ein.
Hilf, wenn wir weichen wollen, und lass uns nicht allein.
Gib Frieden, Herr, wir bitten! Du selbst bist, was uns fehlt.
Du hast für uns gelitten, hast unsern Streit erwählt,
damit wir leben könnten, in Ängsten und doch frei,
und jedem Freude gönnten, wie feind er uns auch sei.
Gib Frieden, Herr, gib Frieden: Denn trotzig und verzagt
hat sich das Herz geschieden von dem, was Liebe sagt!
Gib Mut zum Händereichen, zur Rede, die nicht lügt,
und mach aus uns ein Zeichen dafür,
dass Friede siegt.
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