
Diakonie und Kirche in Diez unter einem Dach
Vielseitige Beratungsangebote sind jetzt in der Mittelstraße 5 wieder an einem Ort vereint
DIEZ/RHEIN-LAHN. (3. Juli 2026) Die Regionale Diakonie Westerwald/Rhein-Lahn bietet in Diez nach vielen Jahren der Umzüge und Auslagerungen jetzt wieder an einem Ort sein breites Beratungsspektrum an. Mit einer kleinen Eröffnungsfeier wurden die zehn Räume in der Mittelstraße 5 in Diez-Freiendiez, dem Friedrich-Eibach-Haus, eingeweiht und vorgestellt.
„Wir freuen uns, dass dieser soziale Arm der Kirche hier jetzt einen festen Platz gefunden hat“, sagte die stellvertretende Dekanin Maike Kniese. Der neue Standort sei eine Anlaufstelle für Kirche und Diakonie, so Kniese weiter, befinde sich doch im Erdgeschoss neben dem Gemeindesaal auch das Gemeindebüro der evangelischen Nachbarschaft Diez-Esterau. Als Zeichen, gemeinsam unterwegs zu sein, überreichte sie dem Leiter der Regionalen Diakonie in Bad Ems Burkhard Struth und dessen Stellvertreterin Susanne Aping den Regenbogenschirm des Dekanats Nassauer Land.
Struth ließ die wechselvolle Standort-Geschichte der Diakonie in Diez Revue passieren. Die begann Anfang der 1980-er Jahre in einem von der Verbandsgemeinde angemieteten Büro in der Wilhelmstraße, wo Ulrike Pommerenke als Allrounderin Hilfe suchende Menschen beriet nach dem Motto „Alles, was die Tür reinkommt, bekommt geholfen“, so Struth. Nach deren Wechsel als Leiterin des Diakonischen Werks Rhein-Lahn in Bad Ems, kamen zur Allgemeinen Lebensberatung in Diez in den vergangenen 30 Jahren immer wieder neue Angebote hinzu für Aussiedler, Schwangere, bei Suchtproblemen, Hilfen zur Migration, die Kita-Sozialarbeit und nicht zuletzt die Einrichtung einer Tafel. Neu hinzu kommt in diesem Monat ein Beratungsangebot für Frauen in herausfordernden Lebenslagen, insbesondere, wenn sie unter häuslicher Gewalt leiden.
Immer wieder wurden in Diez neue Räume gesucht und gefunden. Kreisweit habe es in den vergangenen acht Jahren neun Umzüge für unterschiedliche Beratungen gegeben. Das sei aber gar nicht im Sinne der Klienten. „Wir wollen ja gefunden werden“, so Struth. Umso dankbarer ist er und die Mitarbeitenden, dass es nun einen Standort in Diez für alle Angebote gibt. Dabei betonte er gleichzeitig das pragmatische und unkomplizierte Miteinander aller Verantwortungsträger im Sozialraum Diez. Struth: „Diakonie und Kommune arbeiten hier schon immer ganz selbstverständlich zusammen“.
Das bestätigte die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Diez Maren Busch auch im Namen von Stadtbürgermeisterin Annette Wick. Ein Grußwort zu sprechen überließ Busch allerdings der Schülerpraktikantin Ida Christmann, die das souverän übernahm und das Helfen in den Fokus stellte. Sie dankte der evangelischen Kirchengemeinde, weil diese just in der Mittelstraße der übervollen Pestalozzi-Schule vorübergehend mit einem Klassenraum aushalf. Die Diakonie in der Grafenstadt helfe tagtäglich Menschen in Not in unterschiedlichsten Bereichen. „Das zeigt, wie wichtig Gemeinschaft ist“, so Christmann.
Anschließend bestand für die geladenen Gäste die Möglichkeit, sich von den insgesamt etwa 40 Mitarbeitenden, die kreisweit für die Regionale Diakonie auch in Diez ansprechbar sind, die auf zwei Stockwerke verteilten Räume zeigen zu lassen. Bernd-Christoph Matern
Zu den Fotos:
Endlich sind die unterschiedlichsten Beratungsangebote der regionalen Diakonie wieder an einem Standort in Diez zu finden. Dass im Friedrich-Eibach-Haus in der Mittelstraße 5 auch das Gemeindebüro der Kirchengemeinde untergebracht ist, mache das Miteinander von Kirche und Diakonie auch äußerlich sichtbar. Fotos: Peter Bongard
