Ach Mensch. Was bleibt?

Kategorie
Aktuelles
Datum
22. August 2026 17:00 - 22. November 2026 17:00

Ausstellung in Dausenau mit zeitgenössischer und alter Kunst, Bildungsprogramm und Hoffnungscafé

Was kommt nach dem Tod? Das ist eine Menschheitsfrage, die in allen Kulturen und zu allen Zeiten den Menschen bewegt. In der aus dem 14. Jahrhundert stammenden und reich mit sakraler Kunst ausgestatteten evangelischen Kastorkiche Dausenau wird am Samstag, 22 August eine Ausstellung unter dem Titel „Ach Mensch, was bleibt?“ eröffnet. Gezeigt werden bis zum 22. November Werke von 15 namhaften Künstlerinnen und Künstlern. Dazu zählen Christian Boltanski, Markus Lüpertz, Billi Thanner, Paula Rego, Max Klinger und Matthäus Merian der Ältere – allesamt Werke, die sich der Frage stellen: Was belibt, wenn wir nicht mehr sind?

Zwischen Erinnerungen und Vergänglichkeit, zwischen Spiritualität und künstlerischem Ausdruck entfalten die Werke eine eindringliche Auseinandersetzung mit Leben, Tod und dem Danach. Ergänzt wird die Ausstellung durch Werke aus Südamerika und Ozeanien. Die elementare Frage, was mit dem Menschen nach seinem Tod geschieht, zeigt sich in einer verwirrenden Vielfalt von Ritualen des Gedenkens an die Toten.

Im mittelalterlichen Kirchenraum in Dausenau zeitgenössische Kunst zu präsentieren, eröffnet ungewöhnliche spannungsvolle Perspektiven. Einerseits fordert der sakrale Raum – Ort der Begegnung zwischen Mensch und Gott - die Kunst heraus und fragt nach ihrer sinnstiftenden Kraft. Andererseits stellt die Kunst existenzielle Fragen, indem sie Glaubensgewissheiten und Traditionen hinterfragt und alternative Perspektiven eröffnet. In der intimen Atmosphäre der Kirche werden Besucherinnen und Besucher eingeladen, inne zu halten und sich existenziellen Fragen zu stellen.

Die Ausstellung und das Begleitprogramm werden gemeinsam vom evangelischen Dekanat Nassauer Land, der Stiftung Apollonia von Ehr, der Ortskirchengemeinde Dausenau und der Bonner Stiftung Kunst und Kultur realisiert und von der Kulturstiftung der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau unterstützt.  

Begleitet wird die bis November dauernde Schau von einem attraktiven Bildungsprogramm für Jung bis Alt mit Angeboten für Kinder, Schulen und Jugendliche, Schreibwerkstätten für Erwachsene und der Begleitung zu Fragen von Tod und Leben. Hinzu kommt ein „Hoffnungscafé“, das die Möglichkeit bietet, zu rasten und sich mit dem bewegenden Thema im Dialog auseinanderzusetzen oder die eigenen Gedanken dazu in Worte zu fassen. Einzelne Veranstaltumgen werden im Veranstaltungskalender dieser Website publiziert. 

„Als christliche Kirche erzählen wir von der Auferstehung und dem Reich Gottes und schöpfen daraus Hoffnung, die das Leben vor dem Tod verändert. Die ausgestellten Kunstwerke sollen zum Nachdenken anregen: Über den eigenen Tod und was daraus für das eigene Leben folgt. Ich glaube, das lohnt sich. Wie es in Psalm 90 heißt: Gott, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“, erhofft sich Dekanin Kerstin Janott von der Ausstellung. Stephan Schauhoff, Vorstand der Apollonia von Ehr Stiftung, ergänzt: „Die ausgestellten Kunstwerke erzählen viele Geschichten zu unserer Vergänglichkeit und machen damit religiöse Ideen aus verschiedenen Kulturen und Epochen sichtbar. Freiheit, Schuld, Erkenntnis und Verantwortung gehören wie die Sterblichkeit zum Menschsein. Dies gehört zusammen, darum sind auch Kunstwerke zur Vertreibung aus dem Paradies oder den sieben Todsünden zu sehen.“

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 22. August um 17 Uhr. Sie wird jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein. Neben regelmäßigen Führungen wird es auch einen Ausstellungskatalog geben. Aktuelle Infos zum Programm gibt es auf dieser Website sowie im Veranstaltungskalender. Dort sind auch Anmeldungen zu Einzelveranstaltungen möglich.

 
 

Alle Daten

  • Von 22. August 2026 17:00 bis 22. November 2026 17:00