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Menschen im Rhein-Lahn-Kreis spenden mehr für Brot für die Welt

Plus von fast 37 Prozent: Allein an Heilig Abend kamen im Dekanat fast 34.000 Euro zusammen

FRANKFURT/RHEIN-LAHN. (23. Juli 2026) Die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“ hat im vergangenen Jahr insgesamt 5.617.139 Euro aus dem Bereich der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau erhalten. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus in Höhe von fast 13 Prozent. Die Kollekten aus dem Kirchengebiet an Erntedank und Heiligabend betrugen 1.458.007,55 Euro und sind damit nahezu stabil geblieben.

Die Kirchenbesucherinnen und Kirchenbesucher im Dekanat Nassauer Land sind mit insgesamt 41.141,64 Euro am guten Ergebnis ihrer Landeskirche beteiligt. An Erntedank legten sie 7.423,99 Euro in die Kollektenkasse. An Heiligabend waren es 33.717,65 Euro. Das bedeutet ein Plus von fast 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

„Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer für ihre Spenden an Brot für die Welt. Besonders jetzt, da in Deutschland und international bei der Entwicklungszusammenarbeit gekürzt wird, ist jede Spende ein wichtiges Signal“, sagt Claudia Hadj Said, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit für Brot für die Welt in Hessen und Nassau sowie Kurhessen-Waldeck.

BfdW 2026 03 MeDRA Simbabwe Kathrin Harms 029 webInsgesamt standen dem Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen für seine Arbeit 341,7 Millionen Euro zur Verfügung. Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr weltweit rund 3.000 Projekte gefördert. Regionale Schwerpunkte waren wieder Afrika und Asien. Rund 89,8 Prozent der verwendeten Mittel, 293,9 Millionen Euro, hat Brot für die Welt für die Programmarbeit ausgegeben. Im Fokus der Arbeit lag Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung. Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden rund 10,2 Prozent eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben als angemessen.

Die Kürzungen der Bundesregierung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zeigen sich noch nicht in den zur Verfügung gestellten Mitteln im vergangenen Jahr. Trotzdem schränken die angekündigten Kürzungen schon jetzt die langfristige Arbeit des Werkes ein, da weniger neue Partner gefördert werden können und Projekte weltweit auslaufen werden.

Brot für die Welt setzt sich als Nichtregierungsorganisation und Werk der evangelischen Kirchen für globale Gerechtigkeit, Frieden und Bildung sowie gegen Hunger und Armut ein. Gemeinsam mit mehr als 1.600 Partnerorganisationen ermöglicht Brot für die Welt in 77 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern

Zu den Fotos:

Beauty Nyathi (45), Gracious Mujuma (42) und Sihle Hahlani (31) gehen in Simbabwe durch eine karge, trockene Landschaft zum nahegelegenen Fluss. Sie lernen und unterstützen sich gegenseitig. Durch die Unterstützung von Brot für die Welt hat sich ihr Leben merklich verbessert. Fotos: Kathrin Harms/Brot für die Welt